ein Haus auf einem Hügel, darüber ein türkis-wolkiger Himmel

Sterbebegleitung

By 4. Juli 2019 August 14th, 2019 Hospizthemen

Wie möchten Sie ihr Leben – wenn es sich denn schon nicht umgehen lässt – am Liebsten vollenden?

Die meisten Menschen wünschen sich, wenn möglich, ihr Leben zu Hause – dort, wo sie gelebt haben und im Kreise ihrer Familie – beenden zu können. Und dies möglichst selbstbestimmt und würdevoll. Dies stellt oft eine große Herausforderung für die Sterbenden und ihre Zugehörigen dar. Menschen, die ihren geliebten Angehörigen diesen Wunsch erfüllen, gehen oft an ihre körperlichen und seelischen Grenzen – und darüber hinaus.

Ein maßgeblicher Faktor für Lebensqualität trotz schwerer Erkrankung ist eine möglichst hohe Schmerzfreiheit. Hierzu arbeitet Hospiz eng mit Ärzten, Pflegediensten und anderen Therapeuten zusammen. Die Medizin hat im Bereich der Schmerztherapie in den letzten Jahren große Fortschritte gemacht, die es ermöglicht, dass in den allermeisten Fällen eine weitgehende Schmerzfreiheit auch bei schweren Erkrankungen erreicht werden kann.

Mindestens genauso wichtig ist aber die angemessene psycho-soziale Begleitung der kranken Menschen und ihrer Zugehörigen. Hier kommt Hospiz ins Spiel: Unsere ehrenamtlich Tätigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter kommen zu Ihnen nach Hause und unterstützen Sie darin, diese schwere Krise zu durchleben. Natürlich begleiten wir auch Menschen in Pflegeheimen, denn auch dort sind Menschen zu Hause.

Wie sieht eine Sterbebegleitung konkret aus?

Hilfesuchende können sich telefonisch unter 0 22 71 – 4 53 03 oder persönlich an den Hospizverein wenden. Unsere Ansprechpartnerinnen im Kontaktbüro im Maria-Hilf-Krankenhaus in Bergheim, sind montags und donnerstags von 10:00 Uhr bis 12:00 Uhr oder nach Vereinbarung persönlich für Sie zu erreichen und stehen Ihnen mit Rat und Tat zur Seite.

Nach Möglichkeit erfolgt dann innerhalb von 48 Std. ein persönlicher Besuch unserer Koordinatorin bei Ihnen zu Hause. Dabei macht sich unsere ausgebildete Fachkraft ein konkretes Bild Ihrer individuellen Situation und bespricht mit Ihnen, welche Unterstützung Hospiz Ihnen bieten kann. Im Anschluss daran wählt sie aus den zur Verfügung stehenden ehrenamtlichen Sterbebegleiterinnen und –begleitern eine geeignete Person aus und stellt Ihnen diese bei einem zweiten persönlichen Besuch vor.

Die Aufgabe unserer Sterbebegleiterinnen und –begleiter ist die psycho-soziale Unterstützung.
Die Begleitungen sind so unterschiedlich, wie die Menschen unterschiedlich sind. Das Bild der Begleitung beinhaltet, dass der Mensch, der begleitet wird, bestimmt, wo „es lang geht“. Dies kann, je nach den Wünschen und Möglichkeiten der beteiligten Menschen, sehr unterschiedlich sein: Spaziergänge oder Einkaufsbegleitung, Gespräche oder gemeinsames Singen oder Beten, vorlesen oder still am Bett sitzen und „einfach nur da sein und das Elend mit aushalten“. 

Angehörige können in dieser Zeit einmal ausspannen, „in Ruhe einkaufen“ oder zum Sport gehen und neue Kraft für ihre anspruchsvolle Tätigkeit sammeln. Mitunter sind es aber auch die Angehörigen, die einen Gesprächspartner brauchen und auch dies ist möglich. 

Was wir nicht leisten, sind pflegerische Tätigkeiten oder größere hauswirtschaftliche Verrichtungen. Dafür gibt es andere Dienste.

Die ehrenamtlichen SterbebegleiterInnen bauen für die verbleibende Zeit eine Beziehung auf und sind während der Krise verlässlich an Ihrer Seite.

 

Lesen Sie mehr Wissenswertes:

Sterbebegleitung statt aktiver Sterbehilfe